Wickie beim Einkaufen

Zum Weltnichtrauchertag


Da heute Ultimo ist, ist wie immer Einkaufen angesagt. Da wir uns schon seit langer Zeit angewöhnt haben,
alles was nicht verderblich ist, gleich zum Monatsanfang beim Großmarkt auf vorrat zu kaufen, war es auch
heute mal wieder so weit. Logischerweise mußte auch der Zigarettenvorrat für einen Monat geholt werden.
Als ich dann heute Morgen hörte, das Weltnichtrauchertag ist, bekam ich doch ein klein wenig ein schlechtes
Gewissen wegen meiner Gesundheit. Man soll ja schließlich auch an Übermorgen denken. Das tat ich dann
auch und sorgte dafür, daß ich auch übermorgen Zigaretten im Hause habe. Nach kurzem Nachdenken
(mit Denkzündkerze) über meine Gesundheit habe ich beschlossen auf mein Erbgut (mein Großvater wurde
als Raucher 89Jahre alt) zu setzen und weiterzuqualmen. Ich muß ohnehin demnächst das Wohnzimmer streichen.


Advertisements

Morgen im CCH


Made in Germany
Mit seiner Comedy-Show "Was guckst Du?!" und seinen
Bühnenprogrammen "Suchst du?!" und "Welttournee – durch
Deutschland" schaffte es Kaya Yanar innerhalb kürzester
Zeit an die Spitze der deutschen Comedy-Szene.
Nun präsentiert er sein neues Bühnenprogramm "Made in
Germany". Der Deutschtürke Kaya Yanar ist "Made in
Germany": In Deutschland geboren, hat eine deutsche Schule
besucht sowie Studium und Frauen genossen. Man kann also sagen:
Integration geglückt!

In seinem dritten Bühnenprogramm widmet sich Kaya vor
allem seinem deutschen Publikum: "Was ist typisch
Deutsch? Wer sind die Deutschen? Wo kommen sie her? Und
wohin gehen sie?"

Auf der Suche nach Antworten analysiert ermesserscharf die Geschichte und Gegenwart der
Weltmeister der Herzen. Auf seine Art beleuchtet er die
Wirkung von Sprache, bravourös spielt er mit
vorherrschenden Klischees und macht sich gestenreich
über Kulturen und Mentalitäten lustig. Natürlich gibt es
auch ein Wiedersehen mit den altbekannten Figuren Hakan,
Ranjid und Francesco.

Auf der Bühne verändert Kaya Yanar rasant Tonfall und
Mimik. Programm und Spontanes vermischen sich und lassen
dabei Assoziationen und Bilder entstehen, als sehe man
das Geschehen tatsächlich vor sich. Mit seiner
unbarmherzigen Offenheit bewegt Kaya Yanar nicht nur die
Lachmuskeln, sondern erobert auch die Herzen seines
Publikums.

Lang lebe Windows XP

Windows 7 erhält keinen neuen Kernel

von Panagiotis Kolokythas / pcwelt.de

 

Microsoft ist derzeit noch nicht bereit, über Windows 7
detailliertere Auskünfte zu geben. Die Gründe hierfür erläutert Chris Flores,
der als Director bei Microsoft Mitglied des Windows Client Communications Team
ist. Immerhin hat Flores aber auch Neuigkeiten bezüglich Windows 7 zu
verkünden. Für den Vista-Nachfolger wird kein neuer Kernel entwickelt!

 

Dennoch lohnt sich das Weiterlesen, denn einige Neuigkeiten
hat Flores dennoch verraten!

 

"Als wir Windows 2000 auslieferten, arbeiteten wir
bereits an Windows XP und wir haben mit der Arbeit an Windows Vista begonnen,
ehe wir Windows XP auslieferten. Natürlich denken wir also an unsere
Investitionen, die wir in Windows Vista getätigt haben und wie wir bei der
nächsten Version von Windows darauf bauen können", schreibt Flores.

Microsoft habe aber seine Strategie geändert, wenn es um das
Thema geht, wann und wie man über die nächste Version von Windows reden will.
Das sei aus dem Grund geschehen, weil man weiß, dass die Leute reagieren,
sobald man etwas verkündet. Und das kann sich später auswirken, sobald man
zunächst etwas verkündet und später die Pläne ändern muss. "Mit Windows 7
versuchen wir etwas vorsichtiger zu planen, wie wir Informationen darüber an
unsere Kunden und Partner weitergeben", so Flores. So habe man vor einigen
Monaten einige vorläufige Pläne für Windows 7 an Software- und Hardware-Partner
verraten, um Feedback zu erhalten und es in die Entwicklung einfließen zu lassen.
Seitens Microsoft ist man der Meinung, dass dieses Vorgehen dabei hilft, ein
besseres Produkt zu entwickeln und besser vorhersagen zu können, was das
Produkt ausgeliefert wird. Im Gegenzug ist man sich aber auch bei Microsoft
bewusst, dass dieses Vorgehen in der Öffentlichkeit für Verwirrung sorge.

Flores nutzt anschließend die Gelegenheit, um auf den Erfolg
von Windows Vista aufmerksam zu machen und verweist darauf, dass bis Ende März
über 140 Millionen Lizenzen des Betriebssystems verkauft worden sind. Millionen
von Anwendern und Geschäftskunden hätten Vista schon im Einsatz oder würden den
Umstieg planen.

Anschließend widmet sich Flores wieder dem Thema Windows 7.
Er beantwortet die Frage, ob es sich bei Windows 7 um einen "major
release" handeln wird, mit einem klaren "Ja", weil sich ein
Produkt nicht anders beschreiben lasse, mit dem Millionen von Anwender arbeiten
und das von Tausenden von Entwicklern kreiert wurde.

"Die langfristigen architektischen Investitionen, die
wir in Windows Vista eingeführt haben und die wir für Windows Vista SP1 und
Windows Server 2008 verfeinert haben, werden auch in Windows 7 weitergeführt
werden", erläutert Flores. Für Windows Vista habe man ein solides (?)
Fundament entwickelt, zu dem Subsysteme für Grafik, Audio und Speicher gehören.
Windows Server 2008 habe man auf diesem Fundament entwickelt und auch Windows 7
werde darauf errichtet.

"Im Gegensatz zu manchen Spekulationen, werden wir für
Windows 7 keinen neuen Kernel entwickeln. Wir werden die Kernel-Architektur und
die Komponentenmodelle verwenden, die wir in Windows Vista eingeführt
haben", erklärt Flores und fügt hinzu, dass dies bedeute, dass bei Windows
7 unter anderem die Software- und Hardware-Kompatiblität im Vergleich zu
Windows Vista nicht beeinträchtigt werde. Zusätzlich bedeutet dies auch, dass
Windows 7 mit dem Ziel entwickelt wird, dass es auf Systemen laufen wird, die
heute die Mindestvorraussetzung für Vista erfüllen. Außerdem heißt dies, dass
Hardware und Applikationen, die heute unter Windows Vista laufen, problemlos
unter Windows 7 laufen werden.

"Wir sind weiterhin gut im Entwicklungsprozess von
Windows 7 und ich freue mich zu verkünden, dass wir immer noch im Zeitplan
sind, Windows 7 ungefähr drei Jahre nach der breiten Verfügbarkeit von Windows
Vista auszuliefern", so Flores. Er kündigt auch an, dass es wie gewohnt
auch Vorabversionen von Windows 7 geben wird, die zum Testen bereitstehen
werden und bei denen man das Feedback der Tester hören wird. Derzeit sei man
seitens Microsoft aber nicht dazu bereit, einen festen Termin oder einen
Terminplan für die Veröffentlichung der Beta-Versionen zu nennen.

Wenn das mit der Abwärtskompatibilität so weitergeht, werde ich meinem alten Rechner mit Windows3.1 nur noch etwas RAM und eine neue GPU spendieren.

 

Aufgespießt

Brich mit dem Hungrigen dein Brot
Arm und Reich jenseits der Schamgrenze

Wer weiß eigentlich heute noch, was ein "Schnorrer"
war? Ein Schnorrer war weder ein Bettler noch ein "Nassauer", sondern
eine sehr selbstbewusste Persönlichkeit in den jüdischen Gemeinden, die sich
zugute hielt, dass sie den Reichen die Gelegenheit ermöglichte, Gerechtigkeit
zu üben, was ihnen das Tor zum Paradies öffnete. Wehe, wenn sie streikten, weil
die überreichte Geldspende nicht angemessen schien. Sie machten den Geiz eines solchen
Reichen öffentlich, indem sie ihn boykottierten, ihn nicht mehr aufsuchten, um
die Spende abzuholen. Er geriet dadurch in der jüdischen Gemeinde in Verruf und
konnte sich nur durch Bitte um Entschuldigung bei den Schnorrern
rehabilitieren, die sie ihm gnädig gewährten, wenn er Reue zeigte und tätige
Buße übte.

Von einem Rothschild, Baron aus der berühmten Frankfurter
Bankiersfamilie, wird berichtet, dass er einem Schnorrer durch seinen Sekretär
mitteilen ließ, er müsse sich diesmal mit einem geringeren Betrag begnügen, da
der Herr Baron wegen der Hochzeit seiner Tochter erhebliche Ausgaben hatte.
Daraufhin der Schnorrer empört: "Was – mit meinem Geld will der Herr Baron
seine Tochter verheiraten!"

Was macht die Geschichte so amüsant? Natürlich, die Dreistigkeit.
Der Empfänger von milden Gaben wird auch noch frech! Er tritt mit Ansprüchen
auf und pocht auf sein Recht. Und doch: In einer überdeutlichen Überzeichnung
zeigt diese Geschichte den Grundgedanken des biblischen Umgangs mit Armut und
Reichtum auf. Für die Bibel ist der Arme nicht Objekt der Barmherzigkeit, dem
man sich zuwendet und aus seinem Überfluss barmherzig abgibt. Der Arme ist in
der Bibel eine Person, die mit Rechten ausgestattet ist. Er ist nicht Bettler
um milde Gaben, sondern jemand, der ein Recht darauf hat, dass die Gesellschaft
ihm aus seiner Not und zu seinem Recht auf ein würdiges auskömmliches Leben
verhilft. Bekannt sind die scharfen Attacken der Propheten auf die Reichen im
Lande, die Reichen, die für ein Paar Sandalen die Armen verscherbeln, wie der
Prophet Amos kritisiert. (Amos 2,6)

Nur zulange hat die Christenheit, zumal die Kirchen der
Reformation, die prophetische Tradition allenfalls gelesen und gehört, wenn es
um Armut und Gerechtigkeit geht. Übersehen wurde bis in unsere Tage, dass sich
der prophetische Einspruch gegen Unrecht und Ungerechtigkeit in einem
Sozialrecht niedergeschlagen hat. So kennt die Bibel eine Sozialhilfe für die
Mittellosen (Deuteronomium 14, 28f.). In jedem dritten Jahr sollen die Reichen
den Zehnten abliefern, damit die "Witwen, Waise und Fremde" eine
Unterstützung für ihren Lebensunterhalt bekommen. Weitere Elemente sind das
Gebot, täglich den Lohn auszuzahlen, Schuldenerlass oder Kredithilfe. Die
Überschrift über dieses Sozialrecht, das den Armen schützen soll, lautet:
"Unter euch solle es eigentlich keine Armen geben." (Deuteronomium
15,4) Nun gibt es aber trotzdem Arme. Und Jesus sagt: "Arme habt ihr
allzeit unter euch." Jesus zitiert hier das Alte Testament. Gerade weil
die Menschen die Rechte der Armen nicht geachtet haben, deshalb gibt es Arme.
Armut ist für die Bibel also weder eine Sache, mit der man sich abfinden soll,
noch etwas, was es immer und überall gegeben hat. Armut ist vor allem eine
Rechtsverletzung der Armen, wenn die Gesellschaft es unterlässt, für Recht und
Gerechtigkeit zu sorgen.

Der Zusammenhang von Armut und Gerechtigkeit

Auch unsere reiche Gesellschaft unterlässt es, für Recht und
Gerechtigkeit zu sorgen, wenn es mitten im Reichtum nicht nur Armut gibt,
sondern sie auch noch zunimmt. Seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland ist
Jahr für Jahr der Reichtum des Landes gewachsen. Auch die ärmeren Schichten der
Gesellschaft hatten an dieser Entwicklung teil. Allen ging es immer besser. Die
Soziologen nannten diese Entwicklung eine "Aufzugsgesellschaft".
Dieses Bild der Aufzugsgesellschaft, in der die Reichen zwar reicher werden, es
den Ärmeren aber auch besser geht, wird der Wirklichkeit nicht mehr gerecht.
Aus der Aufzugsgesellschaft ist eine Paternostergesellschaft geworden. Längst
ist die ehedem sichere Mittelschicht von Armut betroffen. Kinder mit guter
Ausbildung bekommen keine Jobs, hangeln sich von einem Praktikum zum nächsten,
von einem Zeitvertrag zum nächsten. Längst reicht die Erfahrung, dass das Leben
unsicher geworden ist, bis in unsere kirchlichen Mittelschichtsgemeinden
hinein. Neuere Untersuchungen belegen, dass sich auch die Mittelschicht beginnt
aufzulösen. 19 Prozent derer, die noch vor fünf Jahren zur Mittelschicht
gehörten, sind jetzt in Armut geraten.

Der biblische Blick auf Armut und Reichtum

Die Geschichte lehrt: Der Herr Baron Rothschild steht in
Verantwortung für die Lebenslage der Armen. Es liegt an ihm, den Armen zu
seinem Recht kommen zu lassen.
Hier zeigt sich der Blick des biblischen Ethos. Der Blick auf das fremde Leid
gehört zur Mitte des biblischen Erbes. Erbarmen ist nicht ein unpolitisches
Mitleid, nicht Mildtätigkeit und Caritas. Erbarmen, wie es die Bibel versteht,
entstammt einer Leidempfindlichkeit, ist ein Mit-Leiden, das die Not der anderen
sieht. Mit-Leiden entsteht angesichts der realen Situation anderer unschuldig
Leidender und aus Solidarität mit ihnen.
Der Blick auf das fremde Leid ist eine Grundtugend der Christen. Was die Bibel
mit "Erbarmen" benennt, nennen wir heute "Solidarität".
Diese Haltung hat einen Grund: Die Anerkennung der gleichen Würde aller
Menschen. Das ist der Grund für die verlässliche Zuwendung zu denen, die am
Rande der Gesellschaft stehen, von elementarer wirtschaftlicher Not betroffen
sind oder nicht gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.
Fremdes Leid zu sehen und öffentlich zur Sprache zu bringen, ist Voraussetzung
aller Formen von Solidarität angesichts des eskalierenden Risses zwischen Arm
und Reich und auch aller sozialen Kultur.

Jesu und der Propheten erster Blick galt nicht der Sünde,
nicht dem ewigen Leben, sondern der Witwe, dem Armen, dem Waisen, dem Fremden.
In der Option für die Armen zeigt sich der Gott der Bibel, der in der Person
des Jesus von Nazareth den Menschen nahe kommt, als ein Gott, der Partei nimmt
für die Gedemütigten, die Leidenden, die Armen, Gedrückten und Entrechteten.

Was macht arm?
Was macht reich?

Wer über Reichtum nicht reden will, der kann auch nicht
darüber reden, wie Armut in diesem Land behoben werden kann. Nach einer neuen
Untersuchung, die auch dem nächsten Armuts- und Reichtumsbericht der
Bundesregierung zu Grunde liegen wird, besitzen die oberen zwanzig Prozent der
deutschen Haushalte etwas 88 Prozent des Vermögens, während die unteren dreißig
Prozent überhaupt kein Vermögen besitzen. Der Skandal ist dabei, dass diese
ungleiche Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums weiter voranschreitet.
Die Armen verarmen und die Reichen werden reicher. Das heißt: Wer Armut
bekämpfen will, der muss diese Missverhältnisse ändern.

Wenn Armut mehr und anderes ist als nur materielle Not, dann
ist Reichtum auch mehr und anderes als viel Geld. Reichtum hat es mit Vermögen
im wahrsten Sinn des Wortes zu tun. Wer reich ist, der vermag viel in dieser
Gesellschaft. Sein Einfluss ist groß, seine Kinder haben eine größere Chance,
Abitur zu machen und zu studieren. Wer reich ist, der lebt im Durchschnitt
sieben Jahre länger als jemand, der arm ist.
Armut ist auch mehr als Einkommensarmut. Was Armut wirklich bedeutet, zeigt
sich an Hartz IV. Vor seiner Einführung Ende 2004 lebten 2,6 Millionen Menschen
auf Sozialhilfeniveau. Doch seit den Hartz-Reformen hat sich diese Zahl auf
mehr als 7 Millionen gesteigert. Der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband
(DPWV) konnte nachweisen, dass es bei der Neuberechnung der Regelsätze und der
Festlegung der Arbeitslosengeldes II willkürlich zugegangen ist. Damit
Sozialhilfe leisten kann, wofür sie da ist, fordert der DPWV eine Erhöhung um
19 Prozent. Wer Sozialhilfe, Hartz IV also, bezieht, der hat nach dem Willen
der Bundesregierung gerade einmal für seine Lebensbedürfnisse folgende
Ausgabenposten im Monat: Für Nahrung stehen ca. 130 Euro, für Kleidung 32 Euro,
für Post 27 Euro und für Verkehr 26 Euro oder die Bewirtung von Gästen 10 Euro
zur Verfügung. Und für Bildung 0 Euro!
Noch im Juli letzten Jahres hat die Bundesregierung erklärt, dass die
Regelleistung das soziokulturelle Existenzminimum abbildet und auch die nötigen
Ausgaben für die Nutzung von Verkehrsmitteln und Nahrungsmittel sowie
Schulbedarf umfasst. Wenn die Bundesregierung einen Regelsatz als ausreichend
erklärt, der Kindern bis zu einem Alter von 14 Jahren 2,28 Euro täglich für
Lebensmittel zugesteht, dann haben wir es mit Mangelernährung zu tun. Hartz IV
bedeutet für Kinder monatlich: 3,60 Euro etwa für Schuhe, 13,88 Euro für
Kleidung, 1,41 Euro für Spielzeug und 1,33 Euro für Schulhefte, 1,26 Euro für
Zoo- und Kinobesuche. Jetzt hat die Bundesregierung beschlossen, das Kindergeld
zu erhöhen; ca. vier Euro wird dies für jedes Kind ausmachen, nicht aber für
die Kinder, deren Eltern Hartz IV beziehen. Sie bekommen nicht einen Cent mehr,
wenn das Kindergeld erhöht wird. Bei ihnen nämlich wird das Kindergeld vom
Regelsatz abgezogen. Es wird bei den Armen gespart. Nach einer neuen
Untersuchung wurden für SGB II- und SBG III-Leistungen, also für Hartz IV, im
Haushaltsjahr 2007 von der Bundesanstalt für Arbeit, dem Bund und den Kommunen
etwa 10,2 Mrd. Euro weniger als im Haushaltsjahr 2006 ausgegeben.

Was ist Armut?

Es gibt keine wissenschaftlich-objektive Definition. Armut
ist das, worauf wir uns verständigen, was Armut ist: Je nachdem, wie viel oder
wie wenig wir als Gesellschaft bereit sind, von dem insgesamt erwirtschafteten
Wohlstand für die Verhinderung oder Behebung von Notlagen in der Bevölkerung
abzuzweigen, werden wir bei der inhaltlichen Festlegung des Begriffs Armut die
Grenzen weiter oder enger abstecken. Die Landesbanken haben in den letzten
Monaten Abermilliarden an Hypothekenkrediten von US-Banken übernommen. Alleine
die IKB-Bank ist in diesem Zusammenhang nun schon mit 9 Milliarden Euro
gestützt worden (davon waren der größte Teil die öffentlichen Mittel der KfW!),
um die Abschreibungen von US-Hypothekenkrediten zu verkraften. Wir haben also
volkswirtschaftliche Handlungsspielräume, um damit gesellschaftliche Anliegen
zu verwirklichen, die uns wichtig sind! Wir könnten es uns leisten, jenen
Mitbürgern Barmherzigkeit und Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, die in Armut
geraten sind.

Armut ist gemacht. Von wem? Nicht von den Armen, auch wenn
ihnen die Verantwortung für ihre Lage in der Regel aufgehalst wird.
Einkommensarmut ist das eine Ende einer Skala der Verteilung von Einkommen und
Vermögen, dessen anderes Ende durch Reichtum gebildet wird. Was sind die Ursachen
von Armut, Not und Mangelernährung? Es fehlt nicht an Barmherzigkeit, nicht am
Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, von Kirchengemeinden, die Tafeln
anbieten oder Suppenküchen. Es fehlt an Gerechtigkeit in unserem Land.

Armut hat politische Ursachen.
Welche sind es?

1. Niedriglohnsektor
Die Hartz IV-Reformen zwingen Menschen auf Arbeitsmärkte, um dort Arbeit
aufzunehmen – zu jedem Preis und um jeden Preis, dabei wird der Hartz
IV-Regelsatz bewusst so niedrig gehalten, dass man mit ihm kein menschenwürdiges
Leben bestreiten kann. Die Arbeitslosenzahlen sinken und die Zahl der Menschen,
die auf ALG II angewiesen sind, steigt. Dabei zeigt sich ein Trend: Die Zahl
der Ein-Personen-Haushalte, die ALG II beziehen, ist um 17 Prozent gesunken,
während es bei den Haushalten mit drei und mehr Mitgliedern deutliche
Steigerungsraten zu verzeichnen gibt. Was bedeutet das? Die Löhne für eine
Vollzeitbeschäftigung reichen in der Regel nicht aus, um von Hartz IV
unabhängig zu werden. Deshalb sind sie darauf angewiesen, ihren niedrigen Lohn
aufzustocken. So ist die Zahl der sogenannten Aufstocker in den letzten Jahren
stetig gestiegen auf über 1,2 Millionen. Der politisch gewollte Ausbau des
Niedriglohnsektors hat dazu geführt, dass immer mehr Menschen arm sind trotz Arbeit.
Sie müssen also zusätzlich zur niedrig entlohnten Arbeit noch Sozialleistungen
beziehen. Die Unternehmen senken die Löhne und die Gesellschaft muss über
Steuern aufstocken.

2. Lohnsenkung
Deutschland ist das einzige Land im Euroraum, in dem die Lohnskosten seit
Jahren kontinuierlich zurückgehen. Das Deutsche Institut für
Wirtschaftsforschung nennt diese einen "Präzedenzfall". Das
Realeinkommen wurde gesenkt, die Arbeit unsicherer, Leiharbeit nimmt zu,
während gleichzeitig die Gewinne der Unternehmen wachsen.

3. Kein Mindestlohn
In 20 der 27 EU-Länder gibt es gesetzliche Mindestlöhne – nur in Deutschland
nicht. Kein Wunder, dass Deutschland den größten Niedriglohnsektor in der EU
mit 8-9 Millionen Beschäftigten hat, darunter 3-4 Millionen in Vollzeit. Der
Anteil an allen Beschäftigten liegt mit gut 18 Prozent deutlich über den
europäischen Durchschnitt.

4. Steuersenkungspolitik mit Folge öffentliche Armut
Während Deutschland so reich ist wie nie zuvor, befindet sich die Steuerquote
im Sinkflug. Die steuerpolitische Maßnahmen der letzten Jahre haben dazu
beigetragen, dass das Steueraufkommen sich drastisch reduziert hat. Würde
derzeit eine Steuerquote wie im Jahr 2000 gelten, so würde die öffentliche Hand
über 65 Milliarden Euro Mehreinnahmen erzielen. Gäbe es gar eine Steuer- und
Abgabenquote wie in Skandinavien, dann würde die öffentliche Hand Mehreinnahmen
in der Höhe ca. 130 Milliarden verbuchen. Kein Wunder, dass in den
skandinavischen Ländern das Phänomen der Kinderarmut unbekannt ist und diese Länder
auch Spitzenreiter in der Bildung sind. Der gesellschaftliche Reichtum ist in
den letzten Jahren entlastet worden und wird nicht mehr zum Wohlstand eines
Gemeinwesen herangezogen, wie es nötig wäre.

Privater Reichtum muss sich wieder für die Wohlfahrt aller
nützlich machen. Wer hier von einer "Neiddebatte" redet, der verkennt
diesen vitalen Zusammenhang von Steueraufkommen und der Erzeugung oder
Vermeidung öffentlicher und privater Armut.
 
Der reiche Baron Rothschild ist ein Mann, wie die Bibel sich einen Reichen
vorstellt. Er wird gefordert, seine Verantwortung wahrzunehmen. Er soll nicht
von seinem Überfluss in Barmherzigkeit abgeben, sondern den Rechtsanspruch des
Armen, des "Schnorrers" einlösen. Er wird nicht moralisch angeklagt
wegen seines Reichtums oder um eine doch bitteschön angemessene großherzige
Spende gebeten. Er kommt aber in einen Konflikt mit dem Schnorrer, wenn er
seiner ethischen Verantwortung zu teilen nicht nachkommt. Erbarmen nimmt in der
biblischen Tradition die Gestalt von Recht an – wie der Schnorrer. Rothschild
wird in die Pflicht genommen, mit "dem Hungrigen sein Brot zu
brechen" (Jes 58,7). Diese Verpflichtung, das Brot zu brechen, ist keine
Mahnung ans Gewissen, sondern eine rechtliche Verpflichtung.

Franz Segbers /  aus "Christen heute"

 

geschenkter Speicherplatz

Da las ich doch gerade, das Microsoft seiner Gemeinde
5GB Speicherplatz schenkt. Für das Tauschen von Pics
aus dem Urlaub mag das ja angehen, aber sensible Daten
sollte man doch besser woanders aufbewaren.
Da ist doch auch gleich wieder der Gedanke, warum man
schon wieder eine neue Sau durchs Dorf treibt, wenn die
alte noch nicht erwachsen ist?
Prompt viel mir sofort das Filmchen mit den netten Versuch
den Rechner sicherer zu machen ein.

Mein Wunsch

Aus gegebenem Anlaß habe ich heute eine Kerze angezündet.

http://www.kerzenserver.org/index.php?kerze=16604&lang=de 

Die Kerze ist für Wolfgang H. Kullack, vielen auch als Lucky01 bekannt.
Er hat uns viel Freude mit seinen rot/schwarzen Plakaten gemacht,
mit denen er mit seiner politischen Meinung
nie hinter dem Berg gehalten hat.
Wir beten für seine Gesundheit
und das er uns mit seinen creativen Ideen noch lange erfreut

Mißverständnisse

Eben mußte ich ein Paket mit einer Retoure fertigmachen, damit es morgen in die Post kommt.
Mein Provider hat mir doch tatsächlich unverlangt einen neuen Router geschickt.
Ich hatte mich beschwert, daß es zu häufig zu Geschwindigkeitseinbrüchen beim Downstream kam und er dies beheben sollte.
Meine Rechner hängen alle per Kabel in meinem Netzwerk und es ist mir tatsächlich ein Router mit g-Standard
fürs W-Lan geschickt worden.

Ob irgendjemand denkt, daß meine Geschwindigkeit dadurch erhöht wird?