Neues vom Betriebssport

Vor einiger Zeit verabredeten die Betriebssportgruppen vom deutschen Bundestag und von Hofstaat von Tonga, dass man ein Wettrudern mit dem Achter auf dem Obersee in Bielefeld austragen sollte. Beide Mannschaften legten sich ein beinhartes Training auf, um am entscheidenden Wettkampftag topfit zu sein.
Am entscheidenden Tag des Wettkampfes waren beide Mannschaften topfit.

Die Mannschaft aus Tonga gewann mit einem Kilometer Vorsprung!

Nach dieser Niederlage war das Team aus Deutschland sehr niedergeschlagen und die Moral lag bei Null. Die Bundesregierung setzte einen Untersuchungsausschuss ein um den Grund der Niederlage herauszufinden. Der Untersuchungsausschuss setzte einen Unterausschuss ein um das Problem zu untersuchen und Abhilfe zu schaffen.

Die Untersuchung ergab: Das Team aus Tonga ruderte mit acht Mann und einer steuerte; bei den Deutschen ruderte nur einer und acht Mann steuerten.

Die Bundesregierung engagierte einige der renommiertesten Consulting-Firmen um eine Studie über die Struktur des deutschen Teams anzufertigen. Für etliche Millionen Euro Honorar kamen die Berater zu dem Ergebnis, das zu viele steuerten und zu wenige ruderten!

Um der Niederlage beim Revanche-Rennen vorzubeugen wurde auf Empfehlung der Berater das Team umstrukturiert.
Es gab jetzt vier Steuerleute, drei Obersteuerleute und und einen Steuerhauptmann.
Der Ruderer bekam einen erweiterten Aufgabenbereich und mehr Verantwortung zugewiesen. Eine Leistungsbewertung mit Bonussystem sollte dem Ruderer mehr Ansporn geben.

Die Mannschaft aus Tonga gewann mit zwei Kilometern Vorsprung!

Die Bundesregierung entließ den Rudere wegen seiner anhaltend schlechten Leistung.
Das Boot wurde verkauft und alle Planungen und Investitionen für ein Neues beim Forschungsministerium wurden eingestellt.
Die Gehälter der drei Obersteuerleute wurden um zwei, die des Steuerhauptmanns um drei BAT-Stufen heraufgesetzt.
Die Consultingfirmen wurden in der nächsten Regierungserklärung lobend erwähnt.

1. Jahrestag eines Urteils

Vor exakt einem Jahr hat das BVG in Karlsruhe ein wegweisendes Urteil gesprochen.

So liest sich das im Text des Urteils vom 9. Februar 2010:

“Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts hat entschieden, dass die Vorschriften des SGB II, die die Regelleistung für Erwachsene und Kinder betreffen, nicht den verfassungsrechtlichen Anspruch auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums aus Art. 1 Abs. 1 GG in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 GG erfüllen.

Die Vorschriften bleiben bis zur Neuregelung, die der Gesetzgeber bis zum 31. Dezember 2010 zu treffen hat, weiter anwendbar. Der Gesetzgeber hat bei der Neuregelung auch einen Anspruch auf Leistungen zur Sicherstellung eines unabweisbaren, laufenden, nicht nur einmaligen, besonderen Bedarfs für die nach § 7 SGB II Leistungsberechtigten vorzusehen, der bisher nicht von den Leistungen nach §§ 20 ff. SGB II erfasst wird, zur Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums jedoch zwingend
zu decken ist.

Bis zur Neuregelung durch den Gesetzgeber wird angeordnet, dass dieser Anspruch nach Maßgabe der Urteilsgründe unmittelbar aus Art. 1 Abs. 1 GG in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 GG zu Lasten des Bundes geltend gemacht werden kann.”

Es bleibt abzuwarten, ob wir im Februar 2012 eine zweite Kerze anzünden können!

Hamburger Verkehrspolitik

Engagierte Wilhelmsburger zur Aktion „5 vor 12 – Wilhelmsburger wollen Riesen-Sauerei verhindern“ am Samstag, den 5.2.2011, 11.55 Uhr – Ort: Hamburger Rathausmarkt     

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Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße als „Autobahn“ soll ohne Verkehrskonzept am 9.2. durchgewunken werden. Alle Politiker sind im Wahlkampf. Keiner hat den Kopf frei, sich überhaupt mit den Planungen auseinander zu setzen. Da kommt es schon mal vor, dass
# der Bau einer Autobahn mitten durch Wilhelmsburg beschlossen wird, ohne dass das von der Bürgerschaft geforderte Verkehrskonzept fertig ist.
# man gar nicht so richtig mitbekommt, dass das Projekt schon jetzt doppelt so teuer ist, wie geplant.
# die Wilhelmsburger das Gefühl haben, dass ihre Meinung nicht zählt und sie mal wieder als Mülleimer der Stadt Hamburg herhalten. Aus Stuttgart 21 doch nichts gelernt, liebe Politiker?
# die Wilhelmsburger echt sauer sind und sich von Frau Hajduk verarscht fühlen.

Das in der Senatsdrucksache 19/ 3384 geforderte und von der Ex Senatorin Anja Hajduk zum November 2011 versprochene
Verkehrskonzept ist nicht da. Der Fraktionsvorsitzende Jens Kerstan stimmte der Finanzierung mit dem Hinweis zu, das Verkehrskonzept
werde noch im Januar vorgestellt – der ist nun vorbei. Von einem Konzept ist nichts zu sehen, das Beteiligungsverfahren der Ex Senatorin
aus 2009 ist, nach ihren eigenen Worten, gescheitert. Das Projekt ist heute bereits mehr als doppelt so teuer, wie ursprünglich veranschlagt.
Obwohl es immer noch keine abschließende Planung gibt, soll am 9.2.2011 die Bürgerschaft über ein Projekt befinden, das nicht einmal
abstimmungsreif ist.

Der Text ist übernommen aus einem Rundschreiben der engagierte-wilhelmsburger@live.de und www.zukunftsplan-statt-autobahn.de

Achtung Werbung

Heute habe ich nach langer Zeit mal wieder mit einem alten Freund telefoniert. Das tun wir von Zeit zu Zeit, und es macht mir immer sichtlich Spaß. Den Man mit einer Berufsbezeichnung zu belegen ist ein mühseliges Unterfangen, weil er m. E. in der Journaille bis auf Tintenpanschen schon jeden Job erledigt hat. Nebenbei ist er auch noch Autor und Filmemacher. Meist zieht sich so ein Gespräch über mehrere Stunden hin und wird dann auch computerunterstützt. Momentan ist er auf Social Networks etwas angefressen, weil ihm beim Schließen seines letzten Blogs alle Beiträge und Bilder ungefragt gelöscht wurden. Ich habe es angesprochen und er will sich überlegen, ob er nicht hier demnächst ein paar von seinen kritischen und Humorvollen Gedanken hinterlegen will. Hier ist schon mal der Link zu seiner Seite:

http://kullack.piranho.de/

Also hoffe ich darauf, dass er es nicht lassen kann sich kritisierend mitzuteilen.

Hier ist sein Bild:Wolfgang h kugelrund