Kein Einzelfall :-((

Dies Gespräch knüpft nahtlos an meinen letzten Bericht von Vorgestern an und beklagt hier nicht nur die mangelnde Mitarbeit der Behörden, sondern auch eine gewisse Trägheit auf Seiten der Betroffenen, die auch leicht dazu führen kann, das wie angedeutet, Beratungsstellen schließen, weil es manchmal übermenschlich ist, was für Andere geleistet wird!

Die Gesprächskopie ist von Heute morgen und zwar zwischen 2 Frauen, die genau wissen wovon sie reden.
Ich kann mich dem nur anschließen!

 

 

Margit Marion Mädelgepostet anSoziales Zentrum Höxter e.V.

und die jenigen Beratungszentren, die den Betroffenen Aufklärung und Hilfe bieten, stehen dann alleine in ihren Veranstaltungen weil die Betroffenen sich einfach nicht interessieren, einbringen oder gar selber wehren!
Für mich persönlich alles nicht mehr nachvollziehbar – und wie jemand so schön sagte: *es ist schade dass uns die Betroffenen nur als Feuerwehr für ihre Probleme benutzen* 😦
Wie bitteschön sollen EINZELNE das alles tragen um eine Veränderung in unsere Gesellschaft zu tragen???

·

 

    • Astrid Gutendorf Das kenn ich nur zu gut, Margit

    • Margit Marion Mädel Ja, Astrid, ich ziehe nun nach sieben Jahren auch meine Konzequenzen daraus!

    • Astrid Gutendorf Ja daran hab ich auch schon gedacht, am Anfang waren es ja noch sechs Leute, dann nur noch zwei und nun bin ich seit 3 Jahren allein auf weiter Flur…

    • Margit Marion Mädel geht mir fasr genau so 😦 die zuverlässigen kleinen Helfer für Renovierung und andere Arbeit sind alles keine Betroffenen und haben halt wenig Zeit, die Hauptarbeit hängt an mir – vom Toilette putzen, über Stöberstübchen bis hin zu Beratungen und Begleitungen, manche Tage ein 14 Std. Tag und das kann ich nicht mehr leisten. Hinzu kommt jeden Monat die Frage wovon alles bezahlt werden soll – wir haben soviele Mitglieder, aber die zahlen nicht einmal den einen Euro Beitrag im Monat 😦 – wenn sie dann wenigsten einmal die Arbeiten übernehmen würden! Ich finde es echt gelinde ausgedrückt S……… Jeder fordert von uns, aber kein einziger gibt irgend etwas zurück! *Endsolidarisierung hat längst alle Schichten unserer Gesellschaft erreicht!*

    • Margit Marion Mädel Im März gibt es unser Beratungsbüro fünf Jahre – aber es wird dem Ende zu gehen!

    • Margit Marion Mädel Dabei hatte ich ganz fest vor, in einer anderen Stadt ebenfalls ein solches Zentrum zu öffnen. Nun will ich das aber niemanden zumuten genau diese Erfahrung machen zu müssen wie wir 😦

    • Margit Marion Mädel Es funktionieren in unserer Gesellschaft halt nur die abzocker Vereine und Einrichtungen – diejenigen die wirklich Hilfe für die Menschen bieten bleiben auf der Strecke!

    • Astrid Gutendorf Ja da geb ich Dir recht, aber was wird aus den Menschen wenn wir nichts mehr machen??

    • Margit Marion Mädel vielleicht wehren sie sich dann endlich selber – denn jeder kann etwas tun – und sich organisieren ohne das man dazu die Ausrede verwendet *Wir haben kein Geld!*

    • Astrid Gutendorf Naja nicht jeder hat Internet, hier liegt das problem, aber ich renne auch nicht mehr für Jeden aufs Amt, meist reicht eine telefonische Beratung und die ansage sie sollen Jemand als Zeugen mitnehmen, der Hammer ist ja das ich ja schon betteln muß das mit mir Jemand mitgeht..

    • Margit Marion Mädel ‎:-(

    •  

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Kurz mal zur Aufklärung

Ich ärgere mich immer wieder, wenn in unsere soziale Beratung Menschen kommen, die nicht oder nur unzureichend beraten wurden. Oft ist der Tenor “das hat mir aber niemand gesagt”.

Achtung: achtung Gesetzte

Es gibt im SGB I den §13 (Aufklärung):

“Die Leistungsträger, ihre Verbände und die sonstigen in diesem Gesetzbuch genannten öffentlich-rechtlichen Vereinigungen sind verpflichtet, im Rahmen ihrer Zuständigkeit die Bevölkerung über die Rechte und Pflichten nach diesem Gesetzbuch aufzuklären.”

das heißt, das niemand vollkommen ahnungslos herumlaufen muss.

Es stimmt also schon, dass die Behörden eine Aufklärungspflicht haben, dieser aber oft nicht oder nur mangelhaft nachkommen. Es liegt dann schon an jeden selbst, “seinem” Sachbearbeiter ein Loch in den Bauch zu fragen, denn es wird ebenso gerne nach der Maxime gehandelt “Unwissenheit schützt nicht vor Strafe”, was in solchen Fällen gerne mal eine Sperre des Leistungsbezuges bedeuten kann.
Also Leute, hier nochmal gesagt: “Mund auf und nachgefragt” – zur Not eben mehrmals, denn es ist nicht jeder Verwaltungsjurist, der die Texte beim ersten überfliegen schon begriffen hat.

Wenn das dann alles nicht gefruchtet hat, dann ist es auch Zeit eine Beratungsstelle aufzusuchen, die dann so weit es nach ihren Möglichkeiten geht weiterhilft. Beratungsstellen sind allerdings keine Vollkaskoversicherung, die von jeder Eigenverantwortung entheben!

 

 

”Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.

Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes,

sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“

~Kant~